Gemeinschaftslager VI der I.G. Farben

Aus Zwangsarbeit in der Pfalz
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Albert Corrieri (geboren 1922) französischer Zwangsarbeiter bei der I.G. Farbenindustrie in Ludwigshafen von 1943 bis 1944, erinnerte sich:

"Nach meiner Zeit im Krankenlager wurde ich in ein Zwangsarbeitslager in einen Weiler namens Oppau [...] geschickt. Ich wurde dem Lager VI, Baracke 1023 zugewiesen. Wir arbeiteten immer noch in der IG-Farben-Fabrik, die diese unglücklichen Sklaven der Zwangsarbeit in großem Umfang einsetzte. In unserem Lager waren die Baracken mit Etagenbetten ausgestattet. Wir waren etwa 20 Personen, und die Gerüche waren nicht sehr angenehm, besonders im Sommer. [...] An diesem Tag, dem 3. September 1944, taten die Flugzeuge ihre Arbeit, luden alles über der Stadt ab und verschonten auch unser Lager nicht. In Lager 6 stand nichts mehr. Es gab nur noch ausgebrannte Baracken, Bombenlöcher, ein wahres Desaster. […] In der Nähe unserer Baracke sahen wir ein mindestens 10 bis 15 Meter großes Bombenloch mit allen Freuden aus der Baracke 1023 darin […] Es war solch ein Schock für mich, so als hätte ich den Bombenhagel selbst erfahren und gespürt. […] Einige Zeit nach dem grausamen Tod meiner Freunde am 3. September fand die Beerdigung statt. Es war ein trauriger Moment, die Särge waren alle dicht an dicht nebeneinander aufgereiht. Ich hätte selbst mit meinen Freunden in der Gruße liegen können, in dem hastig ausgehobenen Loch."[1]

Auf dem YouTube-Kanal der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz erzählt Albert Corrieri in einem Kurzfilm seine Geschichte: https://www.youtube.com/watch?v=gqHKmJrqsTI


Standort: in den Langgärten, Ludwigshafen-Oppau[2]

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Bestandsdauer ab 1943[3]
Organisatoren

Betreiber:I.G. Farbenindustrie[4]
Insassen Kriegsgefangene und zivile ausländische Arbeiter: September 1943: 2.000 Betten (Kriegsgefangenen-Arbeitskommandos, Heimatflak, französische Zivilarbeiter, "sonstige Ausländer"); 19. Juni 1944: 3.569 Betten[5]
Infrastruktur nicht genau bekannt
Sicherung / Befestigung
Bewachung
Einsatzorte I.G. Farbenindustrie[6]
Besonderheit

Endnoten

  1. CORRIERI, Albert: Warum musste ich gehen? 1943-1945 – Ein Zwangsarbeiter bei IG Farben erzählt seine Geschichte zwischen Marseille und Ludwigshafen, Marseille 2025, S. 24, S 29 f.
  2. SCHARF, Eginhard: „Man macht mit uns, was man wollte“. Ausländische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen am Rhein 1939-1945 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein Band 33), Heidelberg / Ubstadt-Weiher / Basel 2004, S. 62, S. 63, S. 70.
  3. SCHARF, Eginhard: „Man macht mit uns, was man wollte“. Ausländische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen am Rhein 1939-1945 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein Band 33), Heidelberg / Ubstadt-Weiher / Basel 2004, S. 62, S. 63.
  4. SCHARF, Eginhard: „Man macht mit uns, was man wollte“. Ausländische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen am Rhein 1939-1945 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein Band 33), Heidelberg / Ubstadt-Weiher / Basel 2004, S. 62, S. 63, S. 70.
  5. SCHARF, Eginhard: „Man macht mit uns, was man wollte“. Ausländische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen am Rhein 1939-1945 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein Band 33), Heidelberg / Ubstadt-Weiher / Basel 2004, S. 63.
  6. SCHARF, Eginhard: „Man macht mit uns, was man wollte“. Ausländische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen am Rhein 1939-1945 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein Band 33), Heidelberg / Ubstadt-Weiher / Basel 2004, S. 62, S. 63, S. 70.


Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juni 2026 geändert.